Bevor es mit der Hauptverhandlung im sogenannten Diesel-Prozess, bei dem auch ein Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale angeklagt ist, morgen weitergeht, sind die Blicke am Landgericht Hof heute auf einen abgetrennten Prozess gerichtet. Weil die drei Angeklagten umfangreiche Geständnisse abgelegt haben, könnte das Gericht bereits heute ein Urteil sprechen. Zunächst soll aber der Kopf der Diesel-Mafia aus Berlin als Zeuge aussagen. Ihn selbst erwartet auch noch ein Prozess. Durch den Dieselbetrug ist ein Steuerschaden von gut 44 Millionen Euro entstanden. Für zwei der Angeklagten kommt ein Urteil wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Betracht. Der mögliche Strafrahmen reicht von drei bis sechs Jahren Gefängnis. Morgen soll der Zeuge auch im Hauptverfahren aussagen.