Es ist der Prozess des Jahres am Landgericht Hof, ein Teil davon ist aber nun schneller abgeschlossen als ursprünglich geplant. Im sogenannten Diesel-Prozess hat das Gericht ein erstes Urteil gesprochen. Nachdem drei Angeklagte umfangreiche Geständnisse abgelegt hatten, hat die Kammer ihr Verfahren abgetrennt. Das hat sie ihnen nun auch zu Gute gehalten. Trotzdem sind sie wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig. Die Frau, die Kunden angeworben und den minderwertigen Kraftstoff im Ausland bestellt hat, muss für fünf Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Sie hat auch einen Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale kontaktiert, der sich im Hauptverfahren verantworten muss. Die beiden anderen haben den unversteuerten Kraftstoff angeliefert. Einer muss vier Jahre ins Gefängnis, der andere bekam drei Jahre und drei Monate. Das Gericht ist damit nur leicht unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft geblieben. Die Verteidiger wollten niedrigere Strafen erreichen. Durch den Dieselbetrug ist ein Steuerschaden von gut 44 Millionen Euro entstanden. Am Vormittag ist es im Hauptverfahren am Landgericht Hof weitergegangen.