Vor dem Landgericht Bamberg ist (14.10.) der neu aufgerollte Prozess gegen einen Mann aus dem Raum Forchheim weitergegangen. Er soll vor zwei Jahren seine ehemalige Lebensgefährtin getötet haben. Eine Leiche gibt es bis heute nicht. Wie schon im ersten Prozess schwieg der Angeklagte auch diesmal zu den Vorwürfen.
Mehrere Stunden hat die Vernehmung von der Tante des Opfers gedauert. Ihr hatte ihre Nichte kurz vor ihrem Verschwinden eine Sprachnachricht geschickt, in der sie angab, sie befürchte, der Angeklagte könnte ihr etwas antun und sie wolle jetzt zurück in ihre Heimat Bulgarien. Die Tante war auch diejenige, die ihre Nichte schließlich in ihrem eigenen Wohnort Oldenburg als vermisst meldete. Im Anschluss sagte die Polizeibeamtin aus, die die Anzeige aufgenommen hatte. Die Sorge der Tante um ihre Nichte sei aufrichtig gewesen und sie habe das Anliegen ernstgenommen. Das bestätigte auch eine weitere Kripobeamtin. Eine Überprüfung des Angeklagten, bei dem die Vermisste zuletzt war, habe die Dringlichkeit bestärkt.