Probleme in der Textilindustrie: Viele Unternehmen denken an Produktion im Ausland

01. Januar 1970 , 01:00 Uhr
Rund 120 Mitarbeiter aus der Region verlieren ihren Job, weil das Textilunternehmen V. Fraas aus Helmbrechts seine Produktion aus Kostengründen komplett ins Ausland verlagert. Das könnte aber nicht das letzte Unternehmen sein, dass diesen Schritt gehen muss. Stefan Satl ist Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bayerischen Textil-  und Bekleidungsindustrie. Der Verband hat kürzlich eine Umfrage gestartet, an der sich Textilunternehmen aus ganz Deutschland beteiligt haben:
„80 Prozent der befragten Unternehmen haben angegeben, dass die hohen Energiekosten und die fehlende Planungssicherheit das größte Problem für sie darstellen. Die völlig aus dem Ruder gelaufene Bürokratie ist ebenfalls ein riesiges Problem für die Unternehmen.“
Ein Viertel der Unternehmen hat angegeben, die Produktion bereits ins Ausland zu verlagern. Zehn Prozent der Befragten denken zumindest darüber nach, so Satl weiter. Um den Standort Deutschland wieder attraktiv zu machen, bräuchte es international wettbewerbsfähige Energiepreise und Steuerentlastungen.

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