Die Kulmbacher Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr leichte Rückgänge bei Absatz und Umsatz hinnehmen müssen, schneidet allerdings besser ab als der Markt insgesamt. Im Jahresabschluss 2025 auf der Website der Brauerei ist die Rede vom stärksten Absatzminus des deutschen Biermarktes allgemein seit Beginn der Erhebungen.
Die Kulmbacher Brauerei AG, zu der neben Kulmbacher Mönchshof, Kapuziner und EKU auch Scherdel in Hof, die Würzburger Hofbräu, Keiler, Sternbräu in Plauen, Braustolz in Chemnitz und Bad Brambacher gehören, senkt dieses Jahr die Dividende für die Aktionäre von 1,35 Euro im Vorjahr auf nur noch 60 Cent pro Aktie. Der Grund, so der neue Vorstandssprecher Christoph Ahlborn, sind außerordentliche Sondereffekte. Dazu zählt nach Angaben der Brauerei die Wertminderung von Vermögenswerten im Einzelhandel und der intensive Wettbewerb mit großen Lebensmittelhandelsketten.
Die Brauerei präsentiert die Zahlen am 20. Mai bei der Hauptversammlung. Beim Getränkeabsatz gibt es ein Minus von 1,3 Prozent auf 3,59 Millionen Hektoliter. Der Umsatz blieb mit 290,6 Millionen Euro knapp auf Vorjahresniveau. Bereinigt um die Sondereffekte bleiben 13,2 Millionen Euro.
Positiv entwickelt sich die Mineralwasser- und Erfrischungsgetränke-Marke Bad Brambacher.
Insgesamt sieht Vorstandssprecher Ahlborn die Kulmbacher Gruppe zukunftsorientiert und ergebnisstabil. Auf Jahressicht hat die Aktie der Kulmbacher leicht an Wert eingebüßt und notiert zuletzt um die 37 Euro.