Die Polizei Oberfranken warnt vor „wuchernden“ Handwerkern. Laut einer Pressemitteilung heißt es, dass Handwerker immer öfter für mangelhafte Leistung trotzdem übermäßig viel Geld verlangen. Ein aktuelles Beispiel aus dem Landkreis Forchheim zeigt, dass Reparaturarbeiten an einem Vordach für 1.000 Euro angeboten wurden. Nach Abschluss der Arbeit wollten die Handwerker von dem Mann aber 18.000 Euro haben. Die Polizei rät dazu, zuvor einen festen Betrag zu vereinbaren, am besten mit Zeugen. Außerdem sollten die Leistungen niemals direkt, sondern per Rechnung bezahlt werden. Wenn trotzdem das Gefühl auftritt, dass es Betrug sein könnte, bitte sofort der Polizei melden.
fh
Die Polizei Oberfranken rät:
- Einigen Sie sich mit dem Dienstleister zu Beginn auf einen verbindlichen Preis. Ziehen Sie am besten Zeugen hinzu, beispielsweise Ihre Nachbarn.
- Bezahlen Sie niemals sofort und verlangen Sie nach Abschluss der Arbeit eine Rechnung. Prüfen Sie, ob die aufgeführten Leistungen auch erbracht wurden. Achten Sie auf eine rechtskonforme Rechnung (Firmenangabe, Steuernummer, Rechnungsnummer).
- Haben Sie im Nachhinein das Gefühl, betrogen worden zu sein, melden Sie den Vorfall bei Ihrer nächstgelegenen Polizeidienststelle und scheuen Sie sich nicht, Anzeige gegen die Firma zu erstatten.
- Rat und Hilfe gibt es auch bei der Verbraucherzentrale.
Tipps für die Handwerkersuche:
- Suchen Sie nach einem Fachbetrieb vor Ort
- Überprüfen Sie den Handwerker beziehungsweise den Betrieb im Internet. Schauen Sie sich die Internetseite der Firma genau an. Hinweise auf einen unseriösen Anbieter können zum Beispiel das Fehlen eines Impressums oder viele identische Seiten einer Firma mit unterschiedlichen Ortsangaben sein.