Hintergrund ist die angespannte Haushaltslage. Allein rund 7,5 Millionen Euro jährlich hätte die Stadt als Anteil am Defizitausgleich tragen müssen. Künftig soll der Landkreis alleiniger Gesellschafter des Klinikums werden.
In der teils hitzigen Debatte gab es deutliche Kritik am Vorgehen. CSU-Stadtrat Ulrich Schürr sprach von einem „historischen Fehler“ und warnte vor einem Verlust von Einfluss für die Stadt. Statt eines kompletten Rückzugs hätte er sich eine reduzierte Beteiligung gewünscht.
Auch innerhalb der Fraktionen verlief die Abstimmung nicht einheitlich – mehrere Ratsmitglieder stimmten gegen den Ausstieg oder enthielten sich. Die Stadtverwaltung und Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz setzen dagegen auf den Schritt als notwendige finanzielle Entlastung.