Sogenannte Deepfakes sind längst kein Randphänomen mehr – das sagt die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Silke Launert. Anlass ist unter anderem die aktuelle Debatte rund um Moderatorin Collien Fernandes. Launert warnt: Mit täuschend echten Fake-Videos werde gezielt Identitätsmissbrauch betrieben oder die öffentliche Meinung manipuliert.
Es nimmt seit Jahren zu, dass Bilder, wo man Frauen manipuliert, sozusagen technisch-digital in Videos, in Pornos reindreht oder auch um Konkurrentinnen auszuschalten, andere Frauen schlecht zu machen. Alle möglichen Leute sehen das und denken vielleicht am Anfang, dass Sie es sind. Jede Frau soll selbst entscheiden können, wann sie sich wem wie zeigt und nicht KI-gesteuerte Imitate im Netz finden.
Ihre klare Botschaft: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Die CSU-Politikerin fordert deshalb schnelleres Handeln. Das Strafrecht halte mit der Entwicklung bisher nicht Schritt. Die Bundesregierung habe aber bereits vereinbart, das Cyberstrafrecht zu verschärfen – vor allem auch bei bildbasierter sexualisierter Gewalt. Sie macht deutlich: Jetzt sei die Justizministerin am Zug, die geplanten Maßnahmen schnell umzusetzen.
fh