Nach der Wahl der CSU-Stadtratsfraktion am vergangenen Samstag äußert sich Peter Neller gegenüber Radio Bamberg kritisch zum Ablauf. Neller, ehemaliger Fraktionsvorsitzender, erklärt, seine Gruppe habe ursprünglich auf Vorstandswahlen verzichtet, um Verhandlungen für eine gemeinsame Fraktion nicht zu behindern.
„Wir wollten zunächst weiter verhandeln, um eine Zersplitterung zu vermeiden“, so Neller. Die andere Gruppe habe jedoch auf eine Wahl am Samstag bestanden – und dabei ausdrücklich an Gerhard Seitz festgehalten.
Neller macht deutlich: „Er und nur er ist für uns ein Problem. Unsere Damen in der Fraktion haben in den letzten sechs Jahren unter seinem Verhalten gelitten – Dauerattacken, Respektlosigkeiten, übersteigerte Konfliktbereitschaft.“ Neller kritisiert den Umgang als schlechten Stil und betont, dass Hass und Hetze in einem kommunalpolitischen Gremium nichts zu suchen hätten und eine Zusammenarbeit unmöglich machten.
Die CSU-Stadtratsfraktion unter Melanie Huml war am Samstag offiziell konstituiert worden, mit dem Ziel, die Fraktion wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen.
Das ganze Statement von Peter Neller:
„Wir haben letzten Donnerstag bei unserer Fraktionsbildung sehr deutlich gemacht, dass wir an einer neuen Fraktion interessiert sind. Deshalb haben wir auch bisher auf Vorstandswahlen verzichtet, um hier keinerlei Pflocken einzurammen oder Befindlichkeiten auszulösen. Wir hatten darum gebeten, zunächst weiter zu verhandeln, um eine Zersplitterung zu vermeiden. Dies wollten jedoch die anderen Kolleginnen und Kollegen, die sich dann am Samstag formiert haben, nicht. Sie haben darauf bestanden, dass am Samstag gewählt wird, was dann auch geschehen ist und sie haben dezidiert an Prof. Dr. Seitz festgehalten. Aber er und nur er ist für uns ein Problem. Wir, vor allem unsere Damen in der Fraktion, hatten in den letzten sechs Jahren aufgrund seines Verhaltens gehörig zu leiden, und zwar aufgrund seiner übersteigerten Konfliktbereitschaft, den Dauerattacken und Respektlosigkeiten. Schlechter Stil, mangelndes Benehmen, Hass und Hetze haben in einem kommunalpolitischen Gremium nichts verloren und machen eine Zusammenarbeit unmöglich.“
Gerhard Seitz wollte sich gegenüber Radio Bamberg nicht zu Peter Nellers Vorwürfen seiner Person gegenüber äußern. Er wolle die Stellungnahme nicht kommentieren, da diese für sich spreche.
Mehr Infos zum Thema gibt es hier:
https://www.radio-bamberg.de/csu-stadtratsfraktion-bamberg-waehlt-neue-fuehrung-2106900/
https://www.radio-bamberg.de/bamberger-csu-neuanfang-nach-wechsel-an-der-fraktionsspitze-2105580/