Am Landestheater Coburg spitzt sich die Personaldebatte weiter zu. Der Personalrat hat sich jetzt ungewöhnlich deutlich gegen Intendant Neil Barry Moss positioniert – und fordert Konsequenzen. Wie die Neue Presse berichtet, spricht das Gremium in einem Schreiben an die Stadträte von einem „zerrütteten Vertrauensverhältnis“ und sogar von „Verrat“. Hintergrund ist der angekündigte Wechsel von Moss nach Münster – ausgerechnet kurz nach seiner Vertragsverlängerung in Coburg und vor der anstehenden Jubiläumsspielzeit. Der Personalrat empfiehlt deshalb, Moss entweder sofort freizustellen oder sein Ausscheiden zum Ende der laufenden Spielzeit zu regeln. Man befürchtet, dass das Theater durch die Doppelbelastung und die Vorbereitung auf den neuen Posten ins Hintertreffen geraten könnte. Zugleich fordert das Gremium ein geordnetes Auswahlverfahren für eine neue Intendanz – inklusive Übergangslösung, um wieder Stabilität und Vertrauen im Haus herzustellen. Der Theaterausschuss der Stadt berät sich heute um 14 Uhr.