Online-Betrug mit Millionenschaden - nun kommt der Prozess in Bamberg

09. Januar 2026 , 12:39 Uhr

Er soll durch Investment-Betrug im Internet einen Millionenschaden verursacht haben und Kopf eines internationalen Netzwerks gewesen sein: Vor dem Landgericht Bamberg muss sich bald ein 50 Jahre alter Mann verantworten, dem die Staatsanwälte der Zentralstelle Cybercrime vorwerfen, für einen Schaden von mehr als 52 Millionen Euro verantwortlich zu sein. Man gehe zudem von einem weltweiten «Dunkelfeldschaden» von rund 180 Millionen Euro aus, teilte die Zentralstelle mit.

Nach Angaben eines Sprechers des Landgerichts Bamberg beginnt das Hauptverfahren kommenden Donnerstag (15. Januar). Es seien elf Verhandlungstage vor der Cyber-Wirtschaftsstrafkammer angesetzt. Ein Urteil könnte Ende Februar fallen.

Und darum geht es konkret: Laut Zentralstelle soll der Angeklagte von 2014 bis 2019 ein Callcenter in Tirana in Albanien mit zuletzt rund 600 Mitarbeitenden geleitet haben. Das Callcenter soll mindestens 28 Plattformen betrieben haben. Menschen sollten dazu animiert werden, ihr Geld dort anzulegen, um Rendite zu erzielen. «Das investierte Kapital ging in der Regel vollständig verloren», teilte die Zentralstelle mit. Geschädigt wurden demnach 180 Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zudem wird dem Mann vorgeworfen, dass er IT-Spezialisten beauftragt habe, eine Software für betrügerisches Cybertrading zu entwickeln. Auf Basis dieser Software sollen knapp 400 Betrugsplattformen betrieben worden sein.

Der Angeschuldigte soll so dazu beigetragen haben, dass etwa 540 Menschen aus dem deutschsprachigen Raum um rund 44 Millionen Euro betrogen worden waren.

Der Mann war im August 2023 in Armenien festgenommen worden. Im Mai 2024 wurde er nach Deutschland ausgeliefert, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen in dem Komplex laufen seit rund sechs Jahren. Weitere mutmaßliche Tatbeteiligte befinden sich in Untersuchungshaft, die Ermittlungen dauern an.

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