Die Wirtschafts- und Handwerksvertreter aus Oberfranken schlagen Alarm: Die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth, die IHK zu Coburg und die Handwerkskammer für Oberfranken haben eine gemeinsame „Bamberger Erklärung“ veröffentlicht. Gefordert wird ein klares Umdenken in der Wirtschaftspolitik. Die Unternehmen könnten das Zögern der Politik bei wichtigen Entscheidungen nicht mehr nachvollziehen, heißt es. Konkret verlangen die Kammern niedrigere Kosten, weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und mehr Investitionen in die Infrastruktur. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit der Region und des gesamten Wirtschaftsstandorts zu sichern. Gleichzeitig kritisieren sie, dass vom 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für die Infrastruktur bislang kaum etwas in den Betrieben angekommen sei. Ohne spürbare Reformen drohe der Wirtschaftsstandort weiter an Stärke zu verlieren, warnen die Kammern. Viele Unternehmen würden bereits weniger investieren oder ins Ausland abwandern.