In Oberfranken haben im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Unternehmen Insolvenz angemeldet als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben der IHK für Oberfranken Bayreuth waren 112 Firmen betroffen – 13 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Zum Vergleich: 2024 waren es noch 74 Unternehmen. Besonders häufig mussten Firmen aus dem Baugewerbe, dem Gastgewerbe und dem verarbeitenden Gewerbe Insolvenz anmelden. Schon 2025 war die Zahl deutlich gestiegen: Insgesamt waren 220 Unternehmen waren betroffen – ein Plus von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahr. Die IHK sieht als Gründe vor allem die schwache Konjunktur und einen Nachholeffekt nach der Corona-Pandemie. In den Jahren 2020 und 2021 war die Insolvenzantragspflicht teilweise ausgesetzt worden. Ein Teil des heutigen Anstiegs sei deshalb darauf zurückzuführen. Langfristig betrachtet liegen die Zahlen allerdings noch deutlich unter dem Niveau der frühen 2000er-Jahre. Damals gab es in Oberfranken etwa doppelt so viele Unternehmensinsolvenzen wie heute.