Einen „Befreiungsschlag“ für die oberfränkische Wirtschaft – das fordern die IHK für Oberfranken Bayreuth, die IHK zu Coburg und die Handwerkskammer für Oberfranken in einem gemeinsamen Appell an die Bundesregierung. Die Kammern sprechen von einer ernüchternden Bilanz der vergangenen Jahre. So sind in Oberfranken seit 2019 rund 11.500 Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe verloren gegangen. In Industrie und Handwerk arbeiten demnach etwa 125.000 Menschen in der Region – so wenige wie noch nie. IHKs und HWK fordern jetzt tiefgreifende Reformen bei Bürokratie, Energie, Infrastruktur, Steuern und Fachkräftesicherung. Angekündigte Entlastungen seien bislang kaum umgesetzt worden. Statt Einzelmaßnahmen brauche es eine „Agenda 2030“ mit klarer Strategie. Die Stimmung in den Betrieben sei schlecht – ohne schnelle Entscheidungen komme die oberfränkische Wirtschaft nicht aus der Krise, heißt es.