Viele Menschen sitzen tagsüber sehr viel: im Büro beispielsweise, zu Hause am Handy oder vor dem Fernseher. Und auch Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit im Sitzen. Das sagt der oberfränkische Sportpsychologe Prof. Stefan Voll und erklärt das Problem:
Wir leben ja in einer Sitzwelt. Ein Grundschulkind sitzt am Tag schon etwa neun Stunden und 15 Minuten. In den weiterführenden Schulen ist der Wert sogar noch erhöht. Der Sitzen ist aber „das zweite Rauchen“. Zum Beispiel Herz-Kreislauf, Atmungssystem – all das profitiert von Bewegung und wenn die eben nicht stattfindet, wird das bei Jugendlichen nicht die Vollausprägung erreichen.
Die Vorgabe der WHO für Kinder und Jugendlich sei: mindestens eine Stunde am Tag moderate Bewegung, also zum Beispiel schnelles Gehen. Voll fordert, Bewegung mehr in den Alltag zu integrieren.