Die IHK für Oberfranken Bayreuth ist mit gemischten Gefühlen ins neue Jahr gestartet. Zum Beispiel hat die regionale Industrie nach Angaben der Kammer deutlich an Arbeitsplätzen verloren. Für verhaltenen Optimismus sorgen hingegen die angekündigten, staatlichen Milliardenausgaben für Infrastruktur und Verteidigung. IHK-Sprecher Peter Belina:
Das kommt letztlich auch unserer Wirtschaft zugute und damit auch den Arbeitsplätzen. Dieses kleine Wachstum wird aber nicht dazu führen, dass es richtig aufwärts geht. Es ist aber sehr wichtig, dass der Staat wieder deutlich mehr in Infrastruktur investiert, damit die endlich auch auf einen Stand kommen, der dem 21. Jahrhundert entspricht.“
Von den Investitionen könnten in Oberfranken vor allem Automobilzulieferbetriebe profitieren, so Belina weiter. Dass sie die Defizite in der Branche ausgleichen, glaubt er aber nicht.
Die deutsche Exportwirtschaft hat weiter Probleme durch US-Zölle und starke Konkurrenz aus China. Das ist auch in Oberfranken bemerkbar. Peter Belina von der IHK für Oberfranken Bayreuth:
Eine Analyse der IHK zeigt, dass wir gerade bei zwei Ländern, nämlich China und den USA, deutliche Exportrückgänge haben. Das betrifft hauptsächlich PKW und Autoteile. Und das wiederum trifft Oberfranken überdurchschnittlich stark. Andererseits haben wir aber mehr Exporte in die EU, nach Japan, die Türkei und die Ukraine. Das zeigt, wie wichtig es ist, sich breiter aufzustellen.“
WIE man sich breiter aufstellen kann – dazu berät die IHK Unternehmen. Die oberfränkische Wirtschaft legt außerdem Hoffnung auf das neue Freihandelsabkommen Mercosur mit den Staaten in Südamerika, das die Beteiligten am Wochenende unterschrieben haben.