In Forchheim geht es am 22. März in die Stichwahl zwischen SPD-Amtsinhaber Uwe Kirschstein und Martina Hebendanz von der CSU. Nach dem ersten Wahlgang lag Hebendanz mit 33,2 Prozent vorne, Kirschstein kam auf 28,6 Prozent. Jetzt rücken die Stimmen der ausgeschiedenen Kandidaten in den Fokus.
Viktor Naumann, Wirtschaftsförderer und Kandidat ohne Parteinetz, holte bei der ersten Wahl 13,7 Prozent. Er zeigt sich klar in Richtung Hebendanz geneigt: Schon vor der Wahl kritisierte Naumann Kirschsteins Wirtschaftspolitik und brachte Ideen ein, die sich mit der CSU decken. Nach der Wahl werben Naumanns Plakate jetzt offen für einen „Wechsel“, unterstützt von Stickern auch an Hebendanz-Plakaten.
Markus Dietz von den Grünen holte 9,8 Prozent der Stimmen. Er hat sich nach Gesprächen eindeutig für Kirschstein entschieden: Zwischen ihm und dem Amtsinhaber gebe es mehr thematische Gemeinsamkeiten. Auch kleine Parteien wie FDP und Linke könnten noch Stimmen beisteuern – ihre Empfehlungen stehen allerdings noch aus.
Besonders spannend bleibt die Rolle der Freien Wähler: OB-Kandidat Manfred Hümmer und seine Partei mit 10,3 Prozent Stimmen entscheiden womöglich über den Ausgang der Stichwahl. Rechenbeispiele zeigen: Hebendanz könnte mit voller Unterstützung der Freien Wähler auf über 59 Prozent kommen, Kirschstein auf knapp 51 Prozent.