Normalerweise sorgen umgefallene Bäume oder abgebrochene Äste für Stromausfälle. Mittlerweile passiert es aber auch, dass Störche dafür verantwortlich sind. Denn die Tiere nisten gerne auf den Gitterstrommasten. Wenn die Vögel gegen die Leitungen fliegen oder Äste aus dem Horst drauffallen, kann es zum Kurzschluss kommen. Erich Schiffelholz vom Kulmbacher LBV:
Jetzt gibt es eine Vereinbarung zwischen den Energieversorgern, in dem Fall Bayernwerk, und der Regierung, dass diese Nester oder Bauversuche bis zu einem bestimmten Zeitpunkt beseitigt werden können.
Wenn das Paar in ihren Horst bereits ein Ei gelegt hat, darf er nicht abgebaut werden. Dann müssen die Netzbetreiber warten bis die Jungvögel ausgeflogen sind.
Allein im vergangenen Jahr haben auf den Strommasten zwischen Melkendorf und Katschenreuth vier bis fünf Paare genistet, so Schiffelholz weiter. Der Standort biete sich für die Tiere an, da es durch die Kompostierungsanlage in der Nähe viel Nahrung gebe.