NGG kritisiert: Trotz Mehrwertsteuersenkung zahlt Gastronomie zu wenig

25. Februar 2026 , 05:57 Uhr

Trotz reduzierter Mehrwertsteuer in der Gastronomie kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten die Lohnpraxis vieler Betriebe im Landkreis Sonneberg. Seit Jahresbeginn gilt für Speisen wieder der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent. Davon profitierten die rund 90 Gastro-Betriebe im Kreis – bei den Beschäftigten komme davon aber kaum etwas an, so die Gewerkschaft. NGG-Landeschef Jens Löbel wirft vielen Wirten vor, lediglich den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen, obwohl ein Branchentarifvertrag deutlich höhere Stundenlöhne vorsehe. Ab Juli 2026 liege der Tariflohn für Fachkräfte in Thüringen bei 16,53 Euro pro Stunde. Im Landkreis Sonneberg arbeiten nach NGG-Angaben rund 560 Menschen in Hotels, Restaurants und Gaststätten. Die Gewerkschaft spricht von einer „Rekord-Branche der Tarifflucht“ und fordert mehr Tarifbindung.

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