Neues Atomkraftwerk in Tschechien: Einwendungsfrist bis Mitte Juli verlängert

10. Juni 2025 , 18:57 Uhr

Ein neues Atomkraftwerk, nur wenige Kilometer von der gemeinsamen Grenze entfernt. Das plant unser Nachbarland Tschechien, während Deutschland voll auf erneuerbare Energien setzt. Seit Wochen warnen Grünen-Politiker aus Oberfranken, dass auch unsere Region gefährdet ist, sollte es einmal einen Störfall in Tušimice auf der Ostseite des Erzgebirges geben. Der Planungs- und Genehmigungsprozess läuft jedenfalls in Tschechien und damit auch auf deutscher Seite. Es gibt eine Frist, sich gegen den Bau zur Wehr zu setzen.

Die oberfränkische Grünen-Landtagsabgeordnete Ursula Sowa sagt ganz klar: Kein Bau ist das Ziel! Dafür kämpft man hier von deutscher Seite aus. Sowa spricht von Wissenschaftlern als Mitstreiter und: Bayerns Umweltminister Torsten Glauber plane eine eigene Stellungnahme aus seinem Ministerium gegen das neue Atomkraftwerk in Tschechien. Es gilt, Tschechien andere Energieformen schmackhaft zu machen, so Sowa, die es gleichzeitig als positives Zeichen wertet, dass die Nachbarländer in den Genehmigungsprozess mit einbezogen werden. Ein Erfolg ist für sie auch die Fristverlängerung für Einwende gegen das neue AKW. Bis 14. Juli kann jeder seine Bedenken beim tschechischen Umweltministerium deutlich machen.

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