Parkour, Calisthenics, Akrobatik oder einfach Bewegung: In der Bayreuther Wilhelminenaue gibt es ab sofort ein neues Angebot. Die Stadt hat dort einen neuen Parkour- und Bewegungspark eröffnet. Rund 470.000 Euro kostet die Anlage. Die die Stadt aber nicht alleine stemmen muss. Oberbürgermeister Andreas Zippel:
Es geht zu 60% Förderung von der Staatsregierung, das ist sehr gut, das ist das RÖFE-Programm, und die anderen 40%, die bezahlen wir, aber die bezahlen wir wirklich gerne, weil es unglaublich viel für unsere Wilhelminenaue tut.
Rund zwei Monate haben die Bauarbeiten gedauert. Entstanden ist eine vielseitige Bewegungslandschaft, die sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Parkour-Sportler geeignet sein soll. Ein neuer Platz für alle sportbegeisterten Bayreuther und eine neue Möglichkeit für alle die es noch werden wollen.
Weil das einfach ein fantastisches zusätzliches Angebot ist, um Sport zu machen, um sich zu bewegen, egal welche Altersklasse. In dem Fall ist es sogar auch noch barrierefrei oder barrierearm. Das bedeutet, ich kann da auchwirklich hingehen, auch wenn ich eine Behinderung habe, und mal mitmachen und das miterleben. Und so ein Angebot braucht’s einfach, kostenlos für jeden zugänglich in unserer Wilhelminaue.
Zur Ausstattung gehören unter anderem verwinkelte Mauern aus Ziegelstein, Stangen aus Edelstahl und Elemente aus Robinienholz. Sie können beispielsweise für Klimmzüge, Balanceübungen und verschiedene Parkour-Kombinationen genutzt werden. Dazu kommen eine Sandgrube und ein Trampolin. Ein Fallschutzboden aus Kunststoff soll das Verletzungsrisiko bei Stürzen reduzieren. Die optimale Umgebung für Parkour-Fans aus Bayreuth, freut sich Trainer Tobias Schmidt:
Parkour ist tatsächlich eine ziemliche Mischung aus super vielen Sportarten. Also egal, ob es jetzt Klettern ist, Turnen, Trampolinspringen ist auch ganz oft mit drinnen. Und das wird dann im Prinzip alles in einem ziemlich freien Raum vereint. Das Wichtigste dabei ist einfach, Spaß an der Bewegung zu haben. Und unser größtes Ziel ist auch eigentlich eine bessere Version von dem zu sein, was wir gestern waren.
In die Planung wurden auch Vorschläge aus der lokalen Parkour-Community einbezogen. Kleine Rampen zwischen den verschiedenen Ebenen sollen außerdem dafür sorgen, dass die Anlage möglichst barrierearm genutzt werden kann. Eine Besonderheit sind große Granitfindlinge aus dem Fichtelgebirge. Sie wurden gemeinsam mit künftigen Nutzern in einem Steinbruch ausgesucht und anschließend in der Wilhelminenaue platziert.