Seit vergangener Woche gelten erste verbindliche Pflichten der neuen EU-Verpackungsverordnung. Betroffen sind laut IHK für Oberfranken Bayreuth praktisch alle Unternehmen und viele Verpackungen – vom Joghurtbecher bis zum Versandkarton. Die IHK begrüßt das Ziel, warnt aber vor zusätzlicher Bürokratie und Rechtsunsicherheit. Unternehmen müssen zunächst klären, welche Rolle sie bei Verpackungen haben – etwa Hersteller, Importeur oder Vertreiber. Davon hängen die jeweiligen Pflichten ab. Besonders kleine Onlinehändler könnten durch zusätzliche Vorgaben im EU-Ausland belastet werden. Die IHK fordert deshalb eine Überarbeitung der Regeln und Erleichterungen für kleine und mittlere Unternehmen.
Wie hoch die Strafen bei Verstößen ausfallen, ist noch offen. Bis Februar 2027 müssen die EU-Staaten eigene Sanktionsregeln festlegen. Bis dahin gibt es zunächst eine Frist, um Verstöße zu beheben.