Die LBV-Kreisgruppe Kulmbach hat in Zusammenarbeit mit der Max-Hundt-Schule und mit Unterstützung des Städtischen Bauhofs eine Aktion für heimische Vogelarten gestartet. Der LBV hat an der Fassade des Schulgebäudes Nisthilfen für Mehlschwalben angebracht, die mittlerweile zu den bedrohte Tierarten zählen.
Wenn in den nächsten Wochen die ersten Mehlschwalben aus ihren Winterquartieren zurückkehren, finden sie an der Max-Hundt-Schule an der Wickenreuther Allee in Kulmbach ein ziemlich komfortables Angebot vor – sozusagen 15 kleine Doppelhäuser unter dem Dach der Schule.
Hintergrund:
Die Mehlschwalbe gehört zum typischen Bild und auch zur Geräuschkulisse der Sommermonate. Da sie ihre Nester direkt an Felswänden oder höheren Gebäuden baut, ist sie eher in Städten und Kleinstädten unterwegs als in der offenen Landschaft oder in kleinen Dörfern.
Zur Nahrungssuche bevorzugen sie offenes Gelände, zum Nestbau Ortschaften mit höheren Gebäuden. Gerne halten sie sich in insektenreicher Gewässernähe auf. Fluginsekten wie Fliegen, Mücken und Blattläuse sind die Nahrung der Mehlschwalbe.
Die Mehlschwalbe ist gefährdet: Ihr Bestand geht stetig zurück. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle: illegale Zerstörung von Nestern, Vergrämungsmaßnahmen an Häusern, Insektenschwund. Moderne Architektur macht es Schwalben oft unmöglich, ihre Nester zu bauen.