Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr sind in Bayern vorerst vom Tisch. In den Tarifverhandlungen hat es jetzt eine Einigung gegeben. Damit können auch Fahrgäste in Bayreuth aufatmen. Die Gewerkschaft Verdi hatte seit Februar fünfmal zum Streik aufgerufen. Wie aber sehen die Stadtwerke das Ergebnis der Tarifgespräche? Geschäftsführer Markus Rützel hatte mehrfach betont, dass die Forderungen von Verdi für die Verkehrsunternehmen kaum zu stemmen seien.
Wir haben hier wirklich spürbare Verbesserungen zum Thema Entgelt, Arbeitszeit und entsprechende Zuschläge. Das heißt, das Thema Arbeitgeberattraktivität im Nahverkehr ist damit auch gesetzt und damit haben wir auch die Möglichkeit, wieder neues Personal finden zu können, worüber ich mich sehr freue. Nichtdestotrotz bleibt natürlich auch die angespannte Lage im ÖPNV. Die ist aber völlig unabhängig davon, was da beschlossen ist. Das, was beschlossen worden ist, das können wir auch entsprechend stemmen und tragen. Deswegen ein guter Kompromiss für die Stadtwerke.
Die rund 9.000 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr in Bayern sollen künftig sieben Prozent mehr Geld bekommen – in drei Schritten. Außerdem verkürzt sich ab 2029 die Arbeitszeit um eine Stunde auf 37,5 pro Woche. Die Mindestruhezeiten zwischen zwei Schichten soll künftig bei 10,5 Stunden liegen.
mso