Über 40 Grad in Spanien, Griechenland oder Italien – und auch bei uns werden Hitzewellen immer häufiger. Wo es früher gerade mal fünf heiße Tage im Jahr waren, zählen Meteorologen mittlerweile 20 Hitzetage. Wissenschaftler aus Oberfranken haben aber Vorschläge, um sich dagegen zu wappnen.
Kühlere Sommer können wir nicht mehr herbeiführen – aber Kommunen können sich anpassen. Das sagt Professor Mario Tvrtkovic. Er forscht an der Hochschule Coburg zur klimaangepassten Stadtentwicklung:
Stadtbäume sind ein großes Thema. Sie reduzieren Hitze durch Verschattung, Gründächer auf den Gebäude, dann natürlich Flächenentsiegelung. Insbesondere ist Wasser einer der großen Gewinner.
Beim Bauen und Wohnen könnte es wieder weg von großen Fensterfronten und hin zu natürlichen Materialien gehen. Professor Benedikt Buchmüller von der Hochschule Coburg beschäftigt sich mit Bauerhalt und traditionellen Werktechniken. Lehm als Baustoff hat einen besonderen Einfluss aufs Raumklima, sagt er. Kleinere Fenster und Türen haben bei traditionellen Bauweisen dazu geführt, dass weniger Hitze ins Haus kommt.