Ein Oberpfälzer Unternehmer und ein Mitarbeiter sollen zum Teil jahrelang Abfälle illegal in Tschechien entsorgt haben. Der Fall hatte dort Proteste ausgelöst, sodass die bayerischen Behörden rund 300 Tonnen Müll zurückgeholt haben. Zwischenzeitlich war ein Teil davon mehrere Monate in Hof zwischengelagert. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Weiden Anklagen gegen den Chef einer Oberpfälzer Entsorgungsfirma und einen Mitarbeiter erhoben. Sie sollen zum Teil gefährliche Abfälle ohne Genehmigung in Tschechien und Polen abgelagert haben. Der Unternehmer ist außerdem wegen gefährlicher Körperverletzung durch Unterlassen angeklagt. Mehrere Mitarbeiter sollen Gesundheitsschäden erlitten haben, weil der Mann eine undichte Anlage zur Trennung von Batterien nicht abschalten ließ, obwohl er davon gewusst haben soll. Bei den Abfällen handelte es sich überwiegend um glas- bzw. carbonfaserverstärkte Kunststoffe.