In Kulmbach ist heute (Fr) das neue Kompetenzzentrum für Strahlenschutz eröffnet worden. Am Standort des Landesamts für Umwelt übernimmt das Labor künftig zentrale Aufgaben beim Rückbau der bayerischen Kernkraftwerke.
Bei der Schlüsselübergabe am Schloss Steinenhausen betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber die Bedeutung des neuen Standorts:
„Wir schützen Menschen. Und dieses Strahlenschutzlabor macht diesen Vorsorgegedanken deutlich, indem man Umwelteinflüsse misst und damit natürlich auch – wie schon nach Tschernobyl 1986 – genau diese Vorsorge betreibt.“
In dem neuen Labor werden vor allem sogenannte Freigabemessungen gebündelt. Dabei wird geprüft, ob Materialien aus dem Rückbau von Kernkraftwerken weiterverwendet oder entsorgt werden dürfen. Außerdem überwacht das Zentrum die Umweltradioaktivität in Bayern und untersucht im Ernstfall auch Lebensmittel, Futtermittel und Umweltproben.
Der Neubau hat rund 40 Millionen Euro gekostet und schafft 15 moderne Laborarbeitsplätze. In Kulmbach sind derzeit rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.