Vor dem Landgericht Bamberg beginnen heute gleich zwei Prozesse im Zusammenhang mit mutmaßlichem Online-Anlagebetrug. Die Angeklagten sollen Teil internationaler Tätergruppen gewesen sein, die Anleger über vermeintliche Trading-Plattformen um hohe Geldbeträge gebracht haben.
Einem 38-Jährigen wird vorgeworfen, als sogenannter Operation Manager eines Callcenters in Georgien tätig gewesen zu sein. Laut Anklage soll dadurch zwischen 2018 und 2019 ein Schaden von rund neun Millionen Euro entstanden sein. In einem weiteren Verfahren muss sich ein 32-Jähriger Mann verantworten. Er soll in einem Callcenter in Sarajevo gearbeitet und Kunden zu hohen Einzahlungen bewegt haben. Ihm werden 34 Fälle des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs vorgeworfen. Der Schaden soll hier bei rund 240.000 Euro liegen.
In beiden Fällen sollen die Anleger mit falschen Gewinnversprechen zum Investieren bewegt – und die eingezahlten Gelder nie für tatsächliche Geldanlagen worden sein. In beiden Prozessen sind mehrere Prozesstage angesetzt.