Vor dem Landgericht Hof muss sich momentan ein Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale und seine Lieferanten wegen Dieselbetrugs verantworten. Danach kommt gleich der nächste Prozess auf sie zu. Die Europäische Staatsanwaltschaft hat beim Landgericht Berlin Anklage gegen sechs Personen erhoben. Darunter ist neben dem Seniorchef der Firma aus Schwarzenbach auch sein Sohn. Sie sollen Designerkraftstoffe bei zwischengeschalteten Unternehmen eingekauft und fälschlicherweise als Diesel weiterverkauft haben. Die Kraftstoffe sollen aus dem Ausland umetikettiert auf den deutschen Markt gelangt sein, um Energiesteuern zu umgehen. Es geht um einen Schaden von 23,7 Millionen Euro. Die beiden Geschäftsführer sollen Firmenvermögen auf ein neu gegründetes Unternehmen übertragen haben. Das soll dazu geführt haben, dass das ursprüngliche Unternehmen pleite gegangen ist. Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft.