Eine 38-jährige Frau aus dem Landkreis Bamberg steht seit gestern (11.2.) vor dem Oberlandesgericht München. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft ihr Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat im Ausland sowie die Verletzung ihrer Fürsorge- und Erziehungspflicht vor. Laut Anklage war die gebürtige Bambergerin 2014 mit ihren drei Kindern über die Türkei nach Syrien gereist. Dort schloss sie sich ihrem Mann an, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft für den IS kämpfte und bei einem Selbstmordattentat ums Leben kam. Später heiratete sie erneut einen IS-Angehörigen, der bei einem Bombenangriff starb. Von einem Flüchtlingslager wurde die Frau im Mai nach Deutschland ausgeflogen und kurz nach der Einreise festgenommen. Die Angeklagte distanziert sich heute vom IS. Vor Gericht sprach sie von Verblendung und entschuldigte bei ihren Kindern. Sie sitzt in Untersuchungshaft und nimmt an einem Deradikalisierungsprogramm teil.