Hat Joseph H. aus Bammersdorf seine damalige Partnerin Katina K. getötet oder nicht? Diese Frage beschäftigt seit Juli das Landgericht Bamberg. Heute sind in dem Mordprozess ohne Leiche die Plädoyers gehalten worden.
Die Verteidigung fordert Freispruch und eine Entschädigung für die Zeit in der Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft habe einige Indizien angeführt, die aber aus Sicht der Verteidigung nicht den Schluss zulassen, dass er getötet hat. So stelle sich unter anderem die Frage, warum der Angeklagte sie getötet haben sollte, wenn doch mehrfach pro Stunde ein Bus an seinem Haus vorbeifährt. Außerdem ging es sehr viel darum, dass Katina vor ihrem Verschwinden in einigen Punkten nachweislich gelogen habe. So habe sie sich unter anderem ausgedacht, dass der Angeklagte aggressiv sei. Zuvor hat die Nebenklage auf lebenslang wegen Mordes plädiert. Die Staatsanwaltschaft hat 14 Jahre und 3 Monate Freiheitsstrafe gefordert. Das Urteil wird voraussichtlich nächste Woche Freitag gesprochen.