Der Wahlausschuss der Stadt Bamberg hatte gestern das Endergebnis der Stadtratswahl bekanntgegeben. Nach einer erneuten Überprüfung kam es dabei zu einer Anpassung bei der Sitzverteilung, die der SPD Fraktion überhaupt nicht schmeckt. Denn der Bamberger Bürgerblock gewinnt einen Sitz dazu, während die SPD einen Sitz abgeben muss. Damit verfügt der Bürgerblock nun über zwei Sitze, die SPD über sieben. Für die SPD scheidet Philipp Dechant aus dem Stadtrat aus, während für den Bürgerblock Hans-Jürgen Eichfelder nachrückt. Hintergrund der Änderung ist ein Stimmenunterschied von rund 700 Stimmen. Insgesamt wurden 61 Einzelfälle geprüft. Die Stadt stellt klar, dass das Ergebnis rechtlich einwandfrei ist.
Dennoch hat die Bamberger SPD-Stadtratsfraktion dagegen Beschwerde bei der Regierung von Oberfranken eingelegt. Das hat der Fraktionsvorsitzende Olaf Seifert gegenüber Radio Bamberg bestätigt.
„Die SPD-Stadtratsfraktion ist insgesamt sehr zufrieden mit dem Abschneiden der SPD bei der Stadtratswahl 2026. Nicht nur konnten wir uns prozentual im Vergleich zu 2020 deutlich steigern, zusätzlich haben wir auch die Oberbürgermeisterwahl gewonnen, weshalb wir mit mindestens sieben Sitzen plus der Stimme des Oberbürgermeisters in die neue Periode gehen werden. Dennoch bedauert die SPD-Stadtratsfraktion ausdrücklich die zahlreichen organisatorischen Mängel bei der Durchführung der Stadtratswahl, sowie die Irritationen rund um die Feststellung des Endergebnisses der Stadtratswahl. Die SPD hat doch erhebliche Zweifel, ob bei der Neuauszählung in den letzten Tagen alles korrekt abgelaufen ist und hat daher Beschwerde bei der Regierung von Oberfranken eingelegt und fordert in einem ersten Schritt Einsicht in die strittigen Wahlzettel und das Protokoll des Wahlausschusses. Nach entsprechender Einsicht werden wir dann entscheiden, ob wir eine komplette Neuauszählung der Stadtratswahl fordern werden.“