Thüringens Innenminister Georg Maier fordert, dass die Alarmierungswege nicht nur überprüft, sondern auch künftig regelmäßig praktisch getestet werden. So etwas wie am Samstag dürfe es nicht noch einmal geben, so Maier. Wie berichtet sollte im „Sandberg-Tunnel“ auf der ICE-Strecke Nürnberg-Erfurt der Einsatz an einem brennenden Zug mit 100 Fahrgästen geprobt werden. Die ersten Einsatzkräfte waren aber erst nach über zwei Stunden vor Ort. Bei der Alarmierung waren mehrere Faktoren zusammengekommen: der simulierte Brand wurde von der Bahn verspätet an die zuständige Leitstelle weitergegeben. Dort sorgte zusätzlich ein technischer Defekt für Verzögerungen bei der Alarmierung der Tunnelbasiseinheiten. Gleichzeitig waren die Disponenten in der Leitstelle durch reale Einsätze gebunden, darunter schwere Unfälle. Maier forderte erneut weniger, dafür größere Leitstellen in Thüringen. Zuständig dafür sind die Landkreise und kreisfreien Städte.