Nach der Razzia in einem Bayreuther Autohaus läuft der Betrieb weiter. Wie eine Quelle berichtet, konnten heute Kunden Termine für die Werkstatt ausmachen. Währenddessen laufen die Ermittlungen: Bei der Razzia wurden drei Tatverdächtige festgenommen, darunter auch der Geschäftsführer (62) des Autohauses. Auch gegen zwei weitere Männer (19 bis 62 Jahre; kroatische und türkische Staatsangehörigkeit) wurde Untersuchungshaft angeordnet. Ein vierter Mann ist unter strengen Auflagen wieder auf freiem Fuß.
Die Polizei stellte gestern (22.04.) umfangreich Beweismittel sicher, darunter Geschäftsunterlagen, Datenträger und Mobiltelefone, die nun ausgewertet werden. Dabei wurden auch Wohnhäuser durchsucht. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden durch die mutmaßlichen Täuschungen Kredite in Millionenhöhe vergeben, häufig ohne ausreichende Sicherheiten. Geschädigt sind sowohl Banken als auch Fahrzeugkäufer. Blick auf das mögliche Strafmaß unter dem Vorwurf „provisionsgetriebenes Betrugssystem“: In besonders schweren Fällen droht Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zehn Jahre.
fun