Vor dem Landgericht in Bayreuth wird heute das Urteil gegen einen syrischen Asylbewerber aus Kulmbach erwartet, der im Januar vergangene Jahres im Kulmbacher Stadtpark mit einem Messer auf einen 26-jährigen Tunesier losgegangen war.
Der Staatsanwalt will den 22-Jährigen wegen versuchten Mordes für zehn Jahre ins Gefängnis schicken. Er habe 15 Mal auf sein argloses Opfer eingestochen, sei nur von mutigen Passanten davon abgehalten worden, weiter zu machen. Außerdem müsse man auch der Unsicherheit in der Bevölkerung Rechnung tragen, nachdem es in Deutschland in der Vergangenheit immer wieder Messerattacken auf offener Straße gegeben habe. Der Verteidiger des jungen Syrers spricht davon, dass sein Mandant nicht wirklich einen Mordplan gehabt habe. Er habe nicht sehr fest zugestochen, sein Opfer nur oberflächlich verletzt.
Der junge Syrer selbst hat sich vor Gericht entschuldigt, und bat darum, nach Hause zu seinen Eltern nach Syrien geschickt zu werden. Hintergrund ist, dass Deutschland seit vergangenen Dezember verurteilte Straftäter nach Syrien abschiebt.