Die Bayerischen Staatsforsten haben heute (Do 15.01) das Auswahlverfahren für Windräder im Gebiet des Mainecker Forst gestartet. Und das bevor der regionale Planungsverband das Vorranggeiet ausgewiesen hat. Das sei ein reguläres Verfahren, heißt es in einer Pressemitteilung. Sollte der Planungsverband entscheiden, dass das Gebiet angepasst oder ganz gestrichen wird, würden die Staatsforsten auch die Projektfläche anpassen. Es würden zum aktuellen Zeitpunkt keine vollendeten Tatsachen geschaffen, sondern lediglich die Möglichkeit einer detaillierteren Prüfung, heißt es weiter.
Im Auswahlverfahren sollen die kommunalen Belange vollumfänglich berücksichtigt werden. Das sei wichtig für die Akzeptanz des Windenergieprojekts. So sollen maximal vier Windräder gebaut werden, mit mindestens 1000 Meter Abstand von Wohnhäusern. Außerdem sind Bürgerstrommodelle und eine finanzielle Beteiligung der Kommune angedacht.
Eine Bürgerinitiative will den möglichen Windpark im Mainecker Forst verhindern. Denn das Gebiet ist ein Bodenschutzwald. Die Bäume würden vor Rutschungen und Überschwemmungen schützen. Außerdem würden seltene Tierarten wie der Rotmilan oder der Schwarzstorch dadurch gefährdet werden. Sie haben vor kurzem einen offenen Brief an die Staatsforsten geschrieben, in dem sie Bedenken geäußert haben, weil das Auswahlverfahren noch vor der Entscheidung des Planungsverbands gestartet wird.