Der Bereich rund ums Landratsamt Wunsiedel dürfte kommenden Monat etwas verwildert aussehen. Das liegt daran, dass sich der Landkreis an der Aktion „mähfreier Mai“ beteiligt. Was es damit auf sich hat, erklärt Claudia Büttner, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege:
Wir wollen damit zeigen, dass man Rasen nicht immer unbedingt zu einem englischen Rasen ganz kurz mähen muss und schön grün. Sondern dass man den auch mal länger stehen lassen kann und dass er zur Blüte kommt. Also dass da wertvolle Wildblumen zur Blüte kommen wie Margeriten zum Beispiel oder Glockenblumen. Und der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge hat da natürlich eine Vorbildfunktion, die wir damit auch wahrnehmen.
„Nichts tun“, um der Natur und der Insektenvielfalt auf die Sprünge zu helfen sozusagen.
Wer im eigenen Garten aktiv werden möchte, kann mit wenigen Maßnahmen viel erreichen, so die Biologin:
• Seltener mähen: Ein bis zwei Schnitte im Jahr sind für eine artenreiche Wiese in der Regel ausreichend.
• Mahdgut abräumen statt mulchen: Wird das Schnittgut entfernt, entzieht das dem Boden langfristig Nährstoffe – und gerade nährstoffarme Böden fördern eine besonders vielfältige Pflanzenwelt.
• Schnitthöhe anheben: Einfach den Rasenmäher etwas höher einstellen.
• Abschnittsweise mähen: Wer nicht die gesamte Fläche auf einmal mäht, gibt Insekten die Möglichkeit, sich in Sicherheit zu bringen.
Hinweisschilder rund um das Landratsamt informieren auch in diesem Jahr über die Hintergründe der Aktion. Weitere Infos zum Thema finden Interessierte auch online: https://www.vielfaltsmacher.de/