Die Zentralstelle Cybercrime in Bamberg hat Anklage gegen einen 53-jährigen Mann aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt erhoben. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, über mehrere Jahre hinweg den schweren sexuellen Missbrauch eines Mädchens auf den Philippinen organisiert und angeleitet zu haben. Das Kind war zur Tatzeit zwischen 8 und 11 Jahre alt. Die Taten sollen über einen Messenger-Dienst koordiniert worden sein – teils gegen Bezahlung an die Mutter des Kindes. Insgesamt geht es um dutzende Fälle. Der Mann sitzt seit Mai 2025 in Untersuchungshaft. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens muss nun das Landgericht Nürnberg-Fürth entscheiden. Das Gesetz sieht für jeden Fall des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in kinder-pornographischer Absicht eine Freiheitsstrafe von 2 bis 15 Jahren vor.