Beim Rugendorfer Stromanbieter grüüün gibt es auch nach einer Mail auf RP-Fragen kaum neue Antworten zum Lieferstopp für rund 200.000 Privatkunden bundesweit. Münch begründet den Rückzug mit politischen Entscheidungen, damit könne man die eingeplanten Mengen an grünem Strom nicht erzeugen und liefern.
Betroffene Kunden seien informiert worden. Wer nicht benachrichtigt wurde, werde regional weiterhin von grüüün versorgt, heißt es. Mit bestehenden und bereits geplanten erneuerbaren Erzeugungsanlagen würden Kunden in einigen Regionen auch in Zukunft versorgt.
Was mit den fünf Mitarbeitern passiert, die grüüün betreut haben, bleibt auch in der Bayerischen Rundschau offen. Münch betont dabei, dass grüüün nur ein kleiner Teil seiner Unternehmensgruppe ist: Das Hauptgeschäft mit mehr als 150 Mitarbeitern liege inzwischen bei Netzinfrastruktur und Batteriespeichern. Dabei profitiert Münch nach eigenen Angaben auch vom KI-Boom und baut die Energieinfrastruktur für Rechenzentren. Zu den Ermittlungen der Bundesnetzagentur wegen der Kundeninformation will Münch dem Ergebnis nicht vorgreifen.