In Bayreuth wird es am 24. Oktober zum letzten Mal ein Kneipenfestival geben. Matthias Mayer, der mit seiner Agentur Motion für das Bühnenprogramm verantwortlich ist, sagt, man wolle Aufhören, solange man noch einen tollen Schlusspunkt setzen kann. In den letzten Jahren sind es nämlich immer weniger Kneipen geworden, die mitmachen wollen – oder können.
Mayer im Mainwelle-Interview:
Wir sprechen aktuell von einem Kneipensterben, das durch die Pandemie noch mal eine ganz große Beschleunigung erfahren hat. Die klassische Kneipe, wo Studis fünf Tage die Woche verbringen, die Stammkneipe, die gibt es in der Form nicht mehr. Und dann setzen viele Gastronomen verstärkt auf Essensangebote. Und wenn du einen restaurantähnlichen Charakter hast, ist es sehr schwierig, ein Kneipenfestival zu integrieren.
Wenn das letzte Kneipenfestival über die Bühne gegangen ist, verliert Bayreuth auch Auftrittsmöglichkeiten für Nachwuchsbands, sagt Mayer. Sorgen um das Kultur-Angebot in der Stadt macht er sich aber nicht.
Wir haben jetzt mit dem Friedrichsforum einen ganz tollen neuen Veranstaltungsort bekommen. Das Team hat auch den Gedanken, junge Konzerte anzubieten. Man muss sagen, dass hier Bayreuth im ehrenamtlichen Bereich zum Glück einiges angeboten wird. Im Glashaus, im Kulturhaus neuneinhalb, in der Schoko-Fabrik. Die Leute dort machen eine ganz tolle Arbeit und bieten eben auch jungen Bands eine Auftrittsmöglichkeit.
Zu Spitzenzeiten hatte es 25 Locations, in diesem Jahr sind es 16 – möglicherweise kommen noch welche dazu, sagt Mayer. Er rechnet zum Abschluss mit vollen Häusern. Karten gibt es auf kneipenfestival-bayreuth.de und an der Theaterkasse.
mso