Lange hat sich die CSU nicht an ein eigenes bayerisches Ladenschlussgesetz rangetraut. Heute hat das Kabinett den Gesetzentwurf dafür beschlossen. Bayern hält dabei an den strikten Öffnungszeiten bis maximal 20 Uhr fest. Es soll aber auch einige Lockerungen geben. Sogenannte digitale Kleinstsupermärkte ohne Personal dürfen künftig durchgängig öffnen. Damit könnte der Laden Onkel Emil in Leupoldsgrün auch sonntags öffnen. Kommunen dürfen außerdem bald acht lange Einkaufsnächte pro Jahr anbieten und brauchen dafür keinen besonderen Anlass. Es war auch geplant, dass im Advent keine verkaufsoffenen Sonntage erlaubt sind, auch nicht, wenn der 1. Advent auf den November fällt. Das hatte zuletzt unter anderem in Rehau für Unmut gesorgt, weil die Stadt dadurch gerade die Grenzregion benachteiligt sieht. In Sachsen dürfen die Geschäfte beispielsweise an den Adventssonntagen öffnen. Unter anderem darüber spricht jetzt der Landtag, so der Hofer CSU-Abgeordnete Kristan von Waldenfels auf Nachfrage von Radio Euroherz. Ziel ist, dass die Reform im Laufe dieses Jahres in Kraft treten kann.