„Gemeinsam statt einsam“ – unter diesem Motto möchte die Kulmbacherin Sarah Lopez eine Selbsthilfegruppe gründen. Die 32-Jährige leidet selbst an Depressionen und Panikattacken und möchte sich mit anderen austauschen. Dabei macht sie deutlich:
Die Selbsthilfegruppe an sich, das soll keine Therapie ersetzen, weil da bin ich auch gar nicht vom Fach. Das ist nicht meine Aufgabe. Es soll einfach dazu dienen, um sich zu erleichtern und die Sorgen loszuwerden, damit man sich einfach gehört fühlt und verstanden von anderen.
Sie hat das Gefühl, in Kulmbach gibt es zu wenig solcher Angebote. Anna Schomacher von der Außenstelle Kulmbach des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Diakonie Bayreuth hat gegenüber unserem Sender erklärt, dass der Bedarf an Unterstützungsmöglichkeiten hoch ist und seit Jahren steigt. Sie findet die Idee solcher Selbsthilfegruppen grundsätzlich gut, um sich austauschen und Tipps geben zu können. Sie rät aber dazu, einige Grundsätze zu beachten.
Also ganz wichtig – oberstes Gebot, würde ich sagen – ist, dass so eine Gruppe einfach für jeden einen sicheren Raum darstellt. Das heißt, das, was gesprochen wird, dass das immer in der Gruppe, in dem Raum bleibt, damit sich jeder dadurch einfach wohlfühlen kann.
Außerdem empfiehlt die Expertin, Gesprächsregeln aufzustellen und sich in Präsenz zu treffen. Sie weist auch auf Hilfsangebote hin. Es gibt die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Bayreuth-Kulmbach. Das ist ein Netzwerk psychosozialer Einrichtungen und Angebote. Weitere Informationen gibt es unter www.psag-bt-ku.de.
Die Selbsthilfegruppe von Sarah Lopez trifft sich am 17. August zum ersten Mal. Auf ihrer Website www.gemeinsamstatteinsam.eu gibt es mehr Infos.