Die neuen EU-Regeln für Verpackungen sorgen für Kritik der oberfränkischen Unternehmen. Erste Vorgaben der Verpackungsverordnung gelten seit Mitte August. Davon sind praktisch alle Betriebe betroffen, die Verpackungen herstellen, befüllen, importieren oder verkaufen. Das Ziel: weniger Verpackungsmüll und mehr Recycling. Jetzt warnt die IHK für Oberfranken Bayreuth vor deutlich mehr Bürokratie und vielen offenen Rechtsfragen. Unternehmen müssten zunächst klären, welche Pflichten für sie überhaupt gelten. Gerade kleine Händler und Online-Shops könnte das stark belasten, so die Kammer. Außerdem kritisiert die IHK fehlende Übergangsfristen und fordert Nachbesserungen bei den Regeln.
Auch der Wunsiedler Landtagsabgeordnete Rainer Ludwig von den Freien Wählern fordert Erleichterungen für kleinere und mittlere Betriebe. Die Anliegen hat er an eine Europaabgeordnete der Freien Wähler weitergetragen, die sich in Brüssel für Änderungen einsetzen will.