Kritik aus dem Landkreis Bamberg: Energiewende durch neue Regeln gefährdet

22. Juni 2026 , 15:26 Uhr

Das Aktionsbündnis „Energiewende Nordbayern“ schlägt Alarm. Bei einem Treffen im Energiepark auf der Trabelsdorfer Höhe haben am Wochenende Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Landkreis Bamberg deutliche Kritik an geplanten Änderungen in der Bundesenergiepolitik geäußert.

Vertreter aus den Gemeinden Strullendorf, Baunach, Priesendorf, Lisberg, Viereth-Trunstadt, Stegaurach und Königsfeld sagen: Die geplanten Regeln aus Berlin sorgen aktuell für große Unsicherheit – vor allem bei Wind- und Solarprojekten. Ihre Sorge: Wenn die Pläne so kommen, könnte der Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich gebremst werden. Viele Projekte seien bereits geplant oder in Arbeit – teils mit hohen Investitionen. Allein bei der Windkraft in Oberfranken könnte bei über 100 Anlagen, die kurz vor der Realisierung stehen, mehr als eine Milliarde Euro an Investitionen verloren gehen – Geld, das der Wirtschaft zugutekommen würde. Das Aktionsbündnis fordert deshalb klare Regeln, damit die Kommunen weiter planen und bauen können. Die Energiewende dürfe nicht gestoppt werden, sondern müsse weitergehen – vor allem auch durch einen schnelleren Ausbau der Stromnetze.

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