Seit Wochen schon regt sich im Fichtelgebirge Widerstand gegen eine neue Stromleitung und ein Umspannwerk. Es geht um die sogenannte Eger-Elster-Leitung, die Strom vom Vogtland übers Fichtelgebirge transportieren soll. Dazu gehört auch ein Umspannwerk, das im Raum Marktleuthen/Kirchenlamitz entstehen soll. Und zwar auf einer Fläche von rund 28 Hektar. Das entspricht ungefähr 40 Fußballfeldern.
Die Bürger und Bürgermeister im Fichtelgebirge lehnen das ab – und auch von Landrat Peter Berek kommt Kritik. Er fürchtet, dass das dem Tourismus und der Landwirtschaft schaden könnte. Der Landkreis Wunsiedel wendet sich jetzt direkt mit Eilanträgen an Bayernwerk und die Bundesnetzagentur.
Wir sind auch schon dahingehend unterwegs, dass wir mit zwei Eilanträgen einfach Informationen einfordern, und zwar nicht allgemeine Informationen, sondern ganz ordentliche Fakten in Zahlen. Warum braucht man das? Wer legt das fest? Warum ist es hier? Warum so groß? Warum überhaupt?
Berek möchte lieber auf eine dezentrale Energieversorgung setzen.
Der Bürgermeister von Wunsiedel, Nicolas Lahovnik, ruft dazu auf, heute noch (24.08.) Stellungnahmen zum Umspannwerk einzureichen:
Jede Stimme aus der Region zählt. Lassen Sie uns da zusammenstehen und uns gemeinsam gegen diese Entwicklung wenden. Wir brauchen dieses Umspannwerk für den Wunsiedler Weg der Energiezukunft nicht. Und wir wenden uns auch dagegen. Es konterkariert unsere Bemühungen für eine dezentrale, sichere, lokale Energieversorgung.
tb