Warum ist der Sauerstoffgehalt in der Kieswäsch in Kulmbach so plötzlich und innerhalb kurzer Zeit dramatisch eingebrochen? Das ist die Frage, die viele in Kulmbach aktuell beschäftigt, Fachleute, Behörden, Besucher und auch den Fischereiverein. Die Mitglieder sind seit Tagen damit beschäftigt, tote Fische aus der Kieswäsch zu holen. Der Uli zum Beispiel heute früh, vor der Arbeit:
Heute früh bin ich mal vorbeigefahren, haben auch schon wieder einige tote Fische am Strand rausgesammelt und so. Also seit Samstagabend waren die ersten schon da und dann am Sonntag waren unzählige Helfer auf der Vorstandschaft und so weiter unten und haben bis spät Nachts geschaut, dass wir die toten Fische aus dem Wasser kriegen. Und vor allem, was man halt dann auch raus tut, ist halt wirklich schade. Seit Jahrzehnten nachgewachsene Graskarpfen oder auch große Zander, Edelfische.
Einige Tonnen tote Fische haben die Mitglieder des Fischereivereines bisher aus dem Wasser geholt, seit Samstag sind die Mitglieder täglich mehrfach an der Kieswäsch.
Vor allem Weißfische sind betroffen. Der Fischereiverein hofft, dass nicht der komplette Fischbestand in dem See verenden wird. Unterdessen wird mindestens bis heute Abend weiter Sauerstoff in den See gepumpt. Es war zu heiß und es gab zu wenig Regen, das ist eine erste Einschätzung. Eine eindeutige Antwort gibt es bisher nicht.