Kriminalstatistik Oberfranken: Diese Entwicklungen gab es in 2025

19. März 2026 , 06:00 Uhr

Im bayernweiten Vergleich hat die Polizei in Oberfranken die höchste Aufklärungsquote. Sie liegt bei 71,6 Prozent. Das ist gestern Nachmittag (18.03.) bei der Vorstellung der oberfränkischen Kriminalstatistik für 2025 heraus gekommen. Demnach ist die Gesamtzahl der Straftaten in Oberfranken im vergangenen Jahr um rund acht Prozent gesunken – auf knapp 42.000. Polizeipräsident Armin Schmelzer:

„Wenn man sich mal die vier Städte betrachtet, dann hat Bamberg einen extremen Rückgang an Straftaten, Bayreuth einen leichten Rückgang an Straftaten und in Coburg und Hof haben wir eine leichte Zunahme.“

Zugenommen hat etwa die politisch motivierte Kriminalität.

Viele Jahre haben die Callcenter-Betruge, wie der bekannte Enkeltrick, zugenommen. Das hat sich 2025 in Oberfranken aber geändert – denn die bekannten Fälle für diese spezielle Masche sind gesunken. Kriminaldirektor Horst Thiemt:

„Im letzten Jahr hatten wir tatsächlich einen Rückgang. Wir lassen aber nicht nach, weil der Callcenter Betrug ist ein Delikt, der sehr perfide anmahnt. Es werden sehr häufig ältere Menschen, die besonders vulnerabel, besonders verletzlich sind, um ihre Ersparnisse gebracht und da haben wir natürlich einen besonderen Auftrag hinzusehen.“

Im vergangenen Jahr hat die Kriminalpolizei mithilfe der Justiz Anrufe zurückverfolgt und die Betrüger, die meist aus dem Ausland anrufen, identifiziert. Dadurch haben sie im Herbst schon ein Call Center in der Slowakai zerschlagen. Die Polizei empfiehlt aber weiterhin: Misstrauisch bleiben. Bei einem Verdacht auflegen und die Polizei alarmieren.

Sie sind in bunten Farben in verschiedenen Geschmacksrichtungen zu haben und deshalb besonders bei jungen Leuten beliebt: sogenannte Vapes. Diese E-Zigaretten sind ab 18 Jahren legal, in abgewandelter Form aber vor allem in Hochfranken seit einiger Zeit ein Problem. Viele junge Menschen hatten nach dem Konsum gesundheitliche Probleme. Wieder Horst Thiemt:

„Das war für uns ein Rätsel anfangs. Erst als wir diese Flüssigkeiten analysiert hatten, haben wir festgestellt, dass sich da synthetische Cannabinoide drin befinden, die erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen für die Konsumenten mit sich bringen.“

Seitdem hat die Hofer Polizei fast 200 Fälle bearbeitet und 13 Verdächtige festgenommen. Generell sind Drogendelikte in der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr rückläufig. Das liegt vor allem an der Legalisierung von Cannabis.

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