Unter den AOK-Versicherten ist der Krankenstand bayernweit im letzten Jahr zwar leicht zurückgegangen, aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Dabei zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Oberfranken hat unter den Regierungsbezirken den höchsten Krankenstand (6,7 Prozent). Und im Kreis Kronach ist er besonders hoch (7,8 Prozent). Die meisten Krankmeldungen gab es wegen Atemwegserkrankungen. Diese und andere kurze Erkrankungen sind aber nur für etwa ein Viertel aller Krankentage verantwortlich. Sorge bereitet der AOK der Anstieg der Langzeiterkrankungen, die den Krankenstand hochhalten. Am häufigsten sind dabei Muskel-Skelett-Erkrankungen. Der größte Treiber für den Anstieg der Langzeiterkrankungen sind aber psychische Krankheiten. Die Zahl dieser Krankheitstage ist in den vergangenen neun Jahren um fast die Hälfte gestiegen. Die AOK betont außerdem, dass der erhöhte Krankenstand nicht durch die telefonische Krankschreibung bedingt ist und dass Bayern im bundesweiten Vergleich den zweitniedrigsten Krankenstand hat.