Konferenz der oberfränkischen Wirtschaftsförderungen: Wie Platz sparen bei Gewerbeflächen?

16. Januar 2025 , 15:54 Uhr

Die Wirtschaftsförderungen und Wirtschaftskammern aus Oberfranken haben sich bei einer Regionalkonferenz zusammengesetzt. Dabei ist es um die Zukunft von Gewerbestandorten in der Region gegangen.

Ein großer Punkt bei der Konferenz war: Wie können wir Platz sparen bei Gewerbeflächen? Zwischen 2018 und 2023 sind fast 300 Hektar in Oberfranken neue Gewerbe- und Industrieflächen geworden. Reserven sind jetzt oft aufgebraucht und der verbleibende Platz begrenzt. Deswegen haben die Teilnehmer über nachhaltige und effiziente Lösungen beraten. Die Regierung von Oberfranken wirbt für Flächensparende Konzepte, die Wirtschaft und Umwelt in Einklang bringen. Weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt: Wie können Automobilzulieferer bei der Mobilitätswende unterstützt werden? Generell war die große Frage bei der Konferenz: Wie kann die oberfränkische Wirtschaft fit für die Zukunft werden?

Der gesamte Bericht der Regierung für Oberfranken:

Regionalkonferenz der oberfränkischen Wirtschaftsförderungen – zukunftsorientierte Gewerbestandorte im Fokus

Wie können attraktive Gewerbestandorte zukünftig aussehen? Wie können planerisch sinnvolle Lösungen umgesetzt und Fehlentwicklungen vermieden werden? Diese Fragen standen im Fokus der diesjährigen Regionalkonferenz der oberfränkischen Wirtschaftsförderungen an der Regierung von Oberfranken.

Eingeladen zum Austausch über die wirtschaftliche Entwicklung Oberfrankens waren neben den kommunalen Wirtschaftsförderungen auch die Wirtschaftskammern, Invest in Bavaria sowie die LfA Förderbank Bayern. Zentrale Themen waren beispielsweise Regionalförderung, Flächensparmanagement und nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung.

In seiner Begrüßung betonte Regierungspräsident Florian Luderschmid: „Ein koordiniertes Vorgehen bei der Entwicklung von Gewerbeflächen ist entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit Oberfrankens nachhaltig zu stärken. Nur durch enge Zusammenarbeit und innovative Konzepte können wir attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen schaffen und die wirtschaftliche Zukunft unserer Region sichern. Allen, die sich hier einbringen, danke ich für ihr herausragendes Engagement für die Region.“

Bedeutung hochwertiger Gewerbeflächen

Für Gewerbe- und Industrieflächen wurden in Oberfranken in den Jahren 2018 bis 2023 rund 279 Hektar Fläche neu in Anspruch genommen. Die verbliebenen Flächenreserven sind zumeist kleinteilig, bei größeren Neuplanungen häufen sich zuletzt Konflikte und Widerstand in der Bevölkerung.

Ohne hochwertige Gewerbeflächen in hervorragender Lage wird es aber nicht gelingen, gewerbliche Investitionen und zukunftsfähige Branchen nach Oberfranken zu locken. Entscheidend wäre deshalb eine abgestimmte, gesamträumliche Planung, erläuterte Michael Birnbaum, Landes- und Regionalplaner an der Regierung von Oberfranken. Durch Zusammenarbeit mehrerer Städte und Gemeinden können Gebiete an umweltverträglichen Standorten konzentriert und kleinteiliger Flächenfraß vermieden werden.

Genau daran arbeitet gerade der Landkreis Coburg. Martin Schmitz, Leiter der Wirtschaftsförderung, berichtete von Flächenanalyen, Abstimmungsgesprächen mit Kommunen, der Identifikation möglicher Standorte und der Begutachtung erfolgreicher interkommunaler Modelle in ganz Bayern.

Effiziente Flächennutzung und Flächensparoffensive

Für eine effiziente Flächennutzung und die Unterstützung der Flächensparoffensive der Bayerischen Staatsregierung warb Matthias Nicolai, Flächensparmanager an der Regierung von Oberfranken. Mit der aktuellen Themenreihe „Gewerbeflächenentwicklung der Zukunft“ setzt sich die Flächensparoffensive mit verschiedenen Veranstaltungen für innovative und nachhaltige Konzepte zur Gewerbeentwicklung ein, die den Flächenverbrauch minimieren, ohne dabei die Bedürfnisse der Wirtschaft und deren Entwicklung aus den Augen zu verlieren.

Unterstützung für Automobilzulieferer

Robert Lanig von der Geschäftsstelle der Metropolregion Nürnberg präsentierte das Projekt transform_EMN, das kleine und mittlere Automobilzulieferer aus der Region dabei unterstützt, die Herausforderungen der Transformation durch die Mobilitätswende hin zu alternativen Antrieben zu meistern und sich zukunftsfähig aufzustellen.

In der Regionalkonferenz berichteten außerdem die Wirtschaftsförderung der Regierung von Oberfranken und die LfA Förderbank Bayern über aktuelle Entwicklungen in der Regionalförderung.

bea

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