Wie kann Kulmbach ab 2045 klimaneutral heizen? Das wurde am Abend (20.04.) auf einer Infoveranstaltung in der Stadthalle vorgestellt. Dritter Bürgermeister und künftiger OB Ralf Hartnack, Vertreter der Stadtwerke Kulmbach und der beauftragten Firma Tagueri AG haben das Konzept für die kommunale Wärmeplanung vorgestellt. Stadtwerkechef Christof Lange:
Also eines der zentralen Ergebnisse ist, dass in irgendeiner Form Strom eine sehr große Rolle spielen wird bei der Beheizung der Gebäude in Zukunft. Das kann hauptsächlich über die Wärmepumpe erfolgen. Das kann aber auch im Rahmen von netzgebundener Wärmeversorgung, also sogenannten Fernwärmenetzen der Fall sein.
Im Kulmbacher Stadtgebiet wurden mehrere Wärmenetzprüfgebiete herausgearbeitet. Es könnten beispielsweise in der Kulmbacher Blaich, südlich der Lichtenfelser Straße, in Mangersreuth, aber auch in der Innenstadt welche entstehen. Es müsse aber im Einzelfall geprüft werden, ob sie umsetzbar sind. Es gebe auch Potenziale bei Biomasse, Erdwärme oder industrieller Abwärme.
Die kommunale Wärmeplanung verpflichtet weder die Stadt, die Stadtwerke, die Industrie noch Bürgerinnen und Bürger dazu, die Maßnahmen unmittelbar umzusetzen. Sie dient in erster Linie als Planungs- und Entscheidungsgrundlage für die Stadt und die Stadtwerke. Zudem müssen Kommunen unter 100.000 Einwohnern bis Mitte 2028 einen kommunalen Wärmeplan vorlegen.
Ab Freitag (24.04.) wird der Entwurf bis zum 24. Mai öffentlich ausgelegt. Bürgerinnen und Bürger können in dieser Zeit Wünsche und Anregungen an die Stadt Kulmbach weitergeben. Der Entwurf wird sowohl im Rathaus als auch online zugänglich sein. Dazu wird es eine interaktive Karte geben, auf der man nach aktuellen Berechnungen sehen kann, wie die Gebäude künftig beheizt werden könnten.
Auf dem Bild von links: Marc Mecke von der Firma Tagueri AG, Leiter der Kulmbacher Stadtwerke Christof Lange, dritter Bürgermeister der Stadt Kulmbach Ralf Hartnack, Leiter der städtischen Bauabteilung Ingo Wolfgramm, stellvertretender Leiter der Kulmbacher Stadtwerke Oliver Voß und Projektleiter Wärmeversorgung der Stadtwerke Kulmbach Chris Kotschenreuther